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Handball:
(Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.)

Gold, Gold, Gold: Deutschland ist U17-Europameister!

 
Um 18.53 Uhr am Sonntagabend war der Traum in Erfüllung gegangen: Freudentränen kullerten über die Wangen, Jubelschreie ertönten, Freudentänze auf dem Feld, ein riesiges Feierknäuel auf dem Boden: Mit einer unglaublichen zweiten Halbzeit haben sich die deutschen Mädels EM-Gold gesichert.

Nach einem 9:12-Pausenrückstand im Finale gegen Norwegen kassierte die DHB-Auswahl von Maik Nowak und Zuzana Porvaznikova in den ersten 25 Minuten von Halbzeit zwei nur noch drei (!!!) Gegentore und setzte sich hochverdient mit 23:18 durch. Um 19.32 Uhr nahm Kapitänin Lena Neubrander die Siegerschale entgegen – und der Rest war nur noch Party mit Goldmedaillen um den Hals.

Nach EM-Silber 2001 sowie Bronze 1992 und 1999 war dies der größte Erfolg einer deutschen weiblichen Jugendmannschaft aller Zeiten. Die EM-Trophäe war am Sonntag in Michalovce aber nicht die einzige Auszeichnung für die DHB-Truppe: Aimée von Pereira wurde zur besten Turnierspielerin (MVP) gewählt, Anna-Lena Hausherr als beste Linksaußen ins All-Star-Team gewählt.

Nach dem Triumpf der männlichen Jugend bei European Youth Olympic Festival in Györ war der Erfolg der Mädels in der Chemkoslav Arena die zweite Goldmedaille für den Nachwuchs des Deutschen Handballbunds in diesem Sommer.

Nach einer Siegerparty hatte es am Sonntagabend anfangs nicht ausgesehen. Die gesamte erste Hälfte lief die deutsche Mannschaft dem schwachen Start hinterher. Nach acht Minuten hieß es 1:5, nachdem die DHB-Auswahl im Angriff zu viele Bälle liegengelassen hatte. Weil sich auch die norwegische Torfrau steigerte, gelang es lange Zeit nicht, den Rückstand zu verkürzen. Nach einer doppelten Überzahl kam das Team aber auf 5:7 heran, kassierte dann postwenden aber zwei norwegische Treffer in einem teilweise sehr hektischen „Mittelstück“ der ersten Hälfte.

Die Defensive der Skandinavier war – wie von Nowak vorhergesagt – äußerst robust, sehr beweglich und gut auf den DHB-Angriff eingestellt. Aber auch auf deutscher Seite war die Abwehr das Prunkstück. Dennoch hieß es kurz vor der Pause 8:12, ehe Aimee von Pereira mit einem Traumtor den Halbzeitstand von 9:12 herstellte.

Noch war nichts entscheiden, und schon wie die deutschen Mädels aufs Feld zurückkehrten, zeigte ihre Entschlossenheit. Nach drei DHB-Treffern war der Ausgleich zum 12:12 geschafft – und selbst eine norwegische Auszeit konnte das deutsche Team nicht stoppen. Die Abwehr stand sensationell, im Angriff gelang nun fast alles – beim 14:12 war die Serie auf 5:0 Treffer ausgebaut. Norwegen wirkte wie paralysiert, die deutsche Mannschaft marschierte unwiderstehlich. Beim 18:13 betrug der Vorsprung erstmals fünf Treffer, und beim 20:15 fünf Minuten vor dem Ende war klar: dieses Spiel geben die DHB-Mädels nicht mehr aus der Hand.

Zuvor hatte sich Ungarn durch einen 32:18 (13:9)-Erfolg über Frankreich die Bronzemedaille gesichert. Gegen Frankreich hatte die DHB-Auswahl am Freitag ihr Halbfinale souverän mit 27:21 (13:10) gewonnen.

(Quelle und mehr unter www.dhb.de)


Autor: heop
Artikel vom 21.08.2017, 17:52 Uhr

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