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Volleyball: (Volleyball-Verband Berlin e.V.)
 
Perfekter Volleyball und großer Sport bei der EM

Volleyball kann sich durchaus als "großer Sport" präsentieren. Das darf nach der 23. EM-Endrunde (Männer) vom 5. bis 14. September in Deutschland als gesicherte Erkenntnis gelten. Belegt wird dies durch die Zuschauerresonanz (rund 140 000 in 38 Begegnungen) und die fantastische Stimmung in Karlsruhe und Leipzig sowie bei der Finalrunde in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Die Rekordquote von mehr als 300 Stunden Sendezeiten europaweit - vor allem dank Eurosport - sollten bei Verhandlungen mit den deutschen öffentlich-rechtlichen Anstalten, die sich auf kümmerliche Zusammenschnitte im MDR beschränkten, unter die Nase gehalten werden. Vielleicht vom Schirmherren dieser EM selbst, dem Bundeskanzler Gerhard Schröder. Der Ex-Fußballer hatte seine Sympathien für das Netzspiel nicht nur während eines Empfangs für die deutsche Nationalmannschaft in Berlin zu erkennen gegeben, sondern auch angeboten, "sich mal mit den Intendanten über das Thema zu unterhalten".

Dass Volleyball - perfekt interpretiert und vorgetragen - alle Merkmale großen Sports besitzt, zeigten in Berlin vor allem die Halbfinalpartie Frankreich gegen Serbien&Montenegro (3:2) und natürlich das goldene Finale Italien gegen Frankreich (3:2). Da wurde alles geboten: traumhafte Ball- und Raumbeherrschung, großartige Angriffsfinessen, unglaubliche Abwehr- und Blockaktionen. Und auch dramaturgisch stimmte die Zuspitzung: 1:1-Ausgleich durch die Franzosen mit dem 42:40-Rekord aller bisheriger Topfinals (EM, WM, Olympia) seit der Einführung des Rally-Points-Systems 1999 nach dem 10. Satzball - bei neun nicht verwandelten Satzbällen der Italiener! 2:1-Vorteil der in Weiß spielenden Italiener, die auf ihr traditionelles Blau verzichten mussten, da die Franzosen ihr bleu nicht hergeben mochten, und 2:2 für den letztjährigen WM-Dritten Frankreich mit einem 29:27. Und der fünfte Satz endete 15:9 für die international erfolgreichste Mannschaft der 90-er Jahre, die man auch bei der Probe für die Siegerzeremonie favorisiert hatte: für Italien, kontinentaler Champion zum fünften Male seit 1989! Vermutlich wurde der bis dahin nie aufsteckenden Equipe tricolore in dem Moment der ultimative Siegeswille geraubt, als Luigi Mastrangelo Italien mit zwei krachenden Aufschlägen 8:4 und 9:4 in Front brachte. Zuvor hatte Meistertrainer Gian Paolo Montali den Mann mit der Nummer eins auf dem Trikot, mit 2,02 m Zweitgrößter und jener mit der größten Höhe in Angriff (3,68 m) und Block (3,36 m) aus der italienischen Formation, phasenweise geschont. Er sollte Kräfte und Konzentration sparen für den entscheidenden Moment - und er hat diese Strategie Montalis, der als Coach seinen vierten Titel einheimste, durchschlagend zum Erfolg geführt. Wobei allerdings beide Finalisten dank ihrer Block- und Abwehrkünste und ihres variablen Angriffs nur selten auf brachiale Gewalt und eher auf (sichere) Aufgabenvielfalt setzten. Auch in punkto Durchschnittsgröße konnte das Duo mit den Riesenteams Russlands, Serbien&Montenegros oder auch Deutschlands nicht mithalten. Ergo: Das Maß von 1,90 m bis 2,00 m reicht durchaus für die moderne Erfolgsvariante des schnellen, dynamischen und technisch perfekten Volleyballs!

Das Pendant Mastrangelos, der wichtige Anteile am Siegeszug der Italiener hatte, im deutschen Aufgebot hätte durchaus Marco Liefke werden können. Der Mann vom Deutschen Meister SC Charlottenburg hat ähnliche Sprungwerte, er trägt ebenfalls die 1 und ist mit 29 nur ein Jahr älter als der Azzuro. Doch der beste Angreifer der Bundesliga, der seine Klasse ungezählte Male auf internationalem Parkett nachgewiesen hatte, bekam von Bundestrainer Stelian Moculescu nur Kurzeinsätze. Jener verteidigte dies mit dem Hinweis auf die von niemand bestrittene, großartige EM-Vorstellung Christian Pampels als Diagonalangreifer. Aber spätestens im Frankreichspiel (1:3 nach 1:0- und 23:21-Führung) waren Verschleißerscheinungen und die taktische Einstellung der Gegner auf Pampel erkennbar. Auch andere (Wolfgang Kuck, Norbert Walter) wirkten da oder später in Berlin ausgelaugt. "Eventuell wäre es clever gewesen, Marco gegen Italien von Anbeginn zu bringen", äußerte der etatmäßige deutsche Kapitän Stefan Hübner, der leider wegen einer Verletzung wie Björn Andrae nur EM-Zuschauer war. Sicher wäre es ebenfalls kaum nachteilig gewesen, insgesamt die Last auf mehr Schultern zu verteilen. Wenn es aber tatsächlich atmosphärische Störungen zwischen dem Bundestrainer und dem Berliner - wie aus dem Umfeld des SCC verlautet - gibt, dann sollten die Verantwortlichen mithelfen, diese auszuräumen. Moculescu hat nach dem 7. Platz (3:1 über den 10. der Weltrangliste) dennoch allen Grund, "stolz und froh über den Auftritt meiner Mannschaft zu sein. Sie hat erkennbare Fortschritte demonstriert, Moral und Herz bewiesen, auch als die Kräfte nachließen. Und den Ausfall von Hübner und Andrae kompensiert, unbestritten zwei wichtige Leute für die Auswahl, und viele Sympathien gewonnen und eine Menge für den Volleyball getan". Dass es keine direkte EM-Qualifikation (mindestens Rang sechs) oder gar der Halbfinaleinzug mit Medaillenschimmer wurde, hat neben der zu geringen Entlastung durch die Bank mit bekannten Defiziten zu tun: mangelnde Cleverness (Zitat Hübner), Fehler bei den (fast durchweg Risiko-) Aufgaben, Schwächen in der Annahme und in der Feldabwehr (Blocksicherung).

Dies und nicht zu geringe Begeisterung der Zuschauer, wie eine Gespensterdebatte am Rande der EM meinte, war die wichtigste Ursache dafür, dass die Deutschen in Leipzig die Führung gegen die Franzosen nicht zum Sieg ausbauen konnten. Wer glaubt, dass die Partie mit dem Friedrichshafener Hallensprecher Sven Rautenberg zu Gunsten der Gastgeber gelaufen wäre, überschätzt die Rolle eines Mikro-Animateurs gewaltig. In Berlin saß Rautenberg mit am Mikrofon - doch die Deutschen verloren gegen Polen 1:3. "Die Mannschaft ist im Schnitt zu unerfahren, siehe den jungen Libero Till Lieber." Desweiteren beobachtete Wolfgang Weise technische Schwächen, taktische Fehler sowie fehlende Stabilität: "Schade, ein vierter Platz wäre Gold Wert gewesen für den Verband - auch, weil die Basketballer bei der EM so versagt haben. Ich hätte den Erfolg der Mannschaft und dem Präsidenten gegönnt, der sich so unglaublich reinhängt für Volleyball. "

Der Leipziger gehörte zu sieben weiteren Altmeistern aus dem Weltmeisterteam der DDR von 1970, die der Einladung zum Finale gefolgt waren. Auf der großen Videowand der Schmeling-Halle wurden Ausschnitte aus jenem denkwürdigen WM-Endspiel (in Schwarz-weiß mit dem Kommentar des verstorbenen Reporters Peter Woydt) vor 33 Jahren gezeigt, als die Schützlinge des DDR-Trainers Herbert Jenter (heute 73) aus einem 5:13 noch ein 15:13 im fünften Satz machten. "Das Wunder von Sofia" darf getrost als volleyballerische Parallele des "Wunders von Bern" gelten, als die bundesdeutschen Fußballer den ersten WM-Titel erkämpften.
Als Weise, Jenter und Co. vom DVV-Präsidenten Werner von Moltke und seiner Crew geehrt wurden, brachten die Zuschauer stehende Ovationen. Und nicht nur den Geehrten wurde es feucht um die Augenlider... Einer der 70-er Weltmeister, die vom Nationalmannschafts-Sponsor Züricher Versicherung eine WM-Uhr geschenkt bekamen, wurde eine weitere Würdigung zuteil:
Der Berliner Rainer Tscharke (61), erhielt für seine Verdienste in 30-jähriger Trainertätigkeit vom Nachwuchs bis zum Paralympics-Team die "Silberne Schleife" des Sportjournalisten-Verbandes Berlin-Brandenburg. Diese Auszeichnung passte als Mosaik ebenso wie die wiederum stimmungsvolle Siegerehrung ins positive Gesamtbild der Organisation einschließlich des CEV-Kongresses, so dass sich Andre Meyer, Präsident des Europäischen Volleyball-Verbandes (CEV), herzlich beim DVV für "die exzellente Zusammenarbeit" bedankte:
"Und wir sind zuversichtlich, dass die Beachvolleyball-EM 2004 in Timmendorfer Strand ein ähnlich großer Erfolg wird."

ERNST PODESWA


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Autor: anza
Artikel vom 16.09.2003, 16:33 Uhr
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